Digitaltag 2025 der Landeshauptstadt München
Open Source und Digitale Souveränität

In diesem Jahr ging es beim Digitaltag um die Rolle offener Technologien in München sowie deren Bedeutung für die öffentliche Verwaltung. Auch wir als Bezirksstelle waren dabei und haben mitdiskutiert!
Zu Beginn der Veranstaltung, die auch in diesem Jahr wieder im IT-Rathaus "Qubes" stattgefunden hat, stellte IT-Referentin Dr. Laura Dornheim eine fast schon philosophisch anmutende Frage: Was ist eigentlich das Gegenteil von Abhängigkeit? Ihre Überlegungen illustrierte sie anhand von gedanklichen Bildern. Eine Person im Gefängnis ist abhängig, weil sie nicht frei über ihr Leben entscheiden kann. Ist eine Person, die auf einer einsamen Insel lebt, dann unabhängig? „Nein“, sagt Laura Dornheim.
Unabhängigkeit ist nicht Isolation. Es geht vielmehr um Selbstbestimmung und Teilhabe. Offene Technologien bieten hier eine große Chance. Der Quellcode von Open-Source-Software ist öffentlich zugänglich und kann von allen genutzt, eingesehen, verändert und weiterverbreitet werden. Um unabhängiger von den großen IT-Unternehmen zu werden, will die Landeshauptstadt München diese Technologien deshalb vermehrt nutzen und weiterentwickeln. Gleichzeitig gilt es, alle Münchner*innen mitzunehmen.
In einem Workshop zum Thema digitale Teilhabe haben wir darüber diskutiert, wie eine sozial gerechte digitale Transformation gelingen kann. Neben einem Zugang zu Endgeräten brauchen zum Beispiel alte Menschen auch oft Unterstützung beim Umgang mit Handy, Computer etc. Außerdem sind digitale Kompetenzen für alle wichtig. Nur wenn wir Fake News kritisch hinterfragen und gegen Hassrede eintreten, sind wir mündige Bürger*innen in einer digitalen Welt!
Diakonie München und Oberbayern gGmbH
Landshuter Allee 40
80637 München

