ARGE Freie stellt Forderungen an den neuen Münchner Stadtrat

Soziale Angebote sollen nachhaltig finanziert werden

Rathaus München
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Nach den Kommunalwahlen im März 2026 warnt die ARGE Freie, der Zusammenschluss der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in München, den neuen Stadtrat in München vor Versorgungslücken im sozialen Bereich, wenn an strengen Sparzielen festgehalten wird. Dafür formulierten die Wohlfahrtsverbände konkrete Forderungen für fünf Bereiche.

Frühkindliche Bildung priorisieren

Die ARGE Freie fordert, die Finanzierung der Kindertagesbetreuung dauerhaft zu sichern. Mittel für die Münchner Kitaförderung sowie für Eltern-Kind-Initiativen sollten über 2026 hinaus von Sparmaßnahmen ausgenommen bleiben. Frühkindliche Bildung sei eine zentrale Investition in die Zukunft und entscheidend für Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Keine Einsparungen im sozialen Bereich

Angesichts der angespannten Haushaltslage warnt die ARGE Freie vor Kürzungen im Sozialbereich. Sollte an Sparzielen festgehalten werden, müsse zumindest der gemeinsam mit dem Sozialreferat entwickelte Zukunftssicherungsprozess fortgeführt werden. Ziel sei es, die soziale Infrastruktur Münchens nachhaltig zu sichern und Versorgungslücken zu vermeiden.

Beschäftigungsförderung stärken

Das Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) müsse unbedingt erhalten bleiben. Es ermögliche Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt gesellschaftliche Teilhabe und habe laut Evaluation eine hohe wirtschaftliche Wirkung. Die ARGE Freie fordert daher ein klares politisches Bekenntnis zur Fortführung des Programms.

Stabilität im Gesundheitsbereich gewährleisten

Im Gesundheitsreferat spricht sich die ARGE Freie für verlässliche Förderstrukturen aus. Kürzungen und unsichere Förderbedingungen hätten bereits zu großer Verunsicherung geführt. Eine stabile Finanzierung sei essenziell für eine gesunde Stadtgesellschaft.

Verwaltung vereinfachen und gemeinsam weiterentwickeln

Neben finanziellen Fragen sieht die ARGE Freie auch strukturellen Handlungsbedarf. Bürokratische Hürden und ineffiziente Verwaltungsprozesse müssten reduziert werden, um Ressourcen besser zu nutzen. Gleichzeitig strebt die ARGE Freie eine engere, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den städtischen Referaten an, um soziale Angebote zukunftsfähig weiterzuentwickeln.


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