Austauschtreffen der Bezirksstellenleitungen mit den Landessynodalen

Evangelisch gemeinsam handeln

Austauschtreffen der Bezirksstellenleitungen mit den Landessynodalen
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Die Vertreter*innen der oberbayerischen Bezirksstellen der Diakonie luden im April die Mitglieder der Landessynode im Kirchenkreis München sowie Regionalbischof Thomas Prieto Peral zu einem gemeinsamen Austausch ein. Dabei wurde den teils neu gewählten Landessynodalen, darunter auch Tanja Keller, die neue Präsidentin der Landessynode, die spitzenverbandliche Arbeit der Diakonie in Oberbayern vorgestellt.

Das Fazit des Gesprächs ist klar: Kirche und Diakonie wollen ihre Zusammenarbeit vertiefen – sichtbar, verbindlich und sozialräumlich wirksam.

Die gemeinsame Grundlage ist die wechselseitige Stärke von Kirche und Diakonie Zentral ist die Einsicht, dass Kirche und Diakonie keine getrennten Systeme sind, sondern zwei unterschiedliche Erscheinungsformen derselben evangelischen Wirklichkeit. Sie verleihen einander Glaubwürdigkeit, gesellschaftliche Präsenz und Wirkung. Daraus folgt: Nicht Abgrenzung, sondern gelebte Partnerschaft ist der Schlüssel für die Zukunft.

Ziel ist, eine neue Haltung zu etablieren: vom Nebeneinander zum gemeinsamen Handeln. Das bedeutet auch einen Perspektivwechsel: Nicht mehr „Was bieten wir an?“, sondern: „Was brauchen die Menschen im Sozialraum – und welchen Beitrag leisten wir dafür?“ Diese Perspektive führt zu mehr Wirkung, ermöglicht gegenseitige Entlastung und stärkt die gemeinsame evangelische Identität in der Öffentlichkeit. Daraus soll eine sichtbare Einheit in Vielfalt entstehen: unterschiedliche Rollen – aber ein gemeinsamer Auftrag.

Die konkrete Umsetzung der Partnerschaft erfolgt durch Kooperation im Sozialraum. Wichtig ist: Es bleibt nicht bei programmatischen Aussagen. Wir wollen die Zusammenarbeit verbindlich und überprüfbar gestalten, unter anderem durch gemeinsame Bestandsaufnahmen im Sozialraum, niedrigschwellige Anlaufstellen für Bürger*innen, gemeinsame Ehrenamtsstrategien, abgestimmte Nutzung von Ressourcen und Infrastruktur und koordinierte Kommunikation und Interessenvertretung. Erprobt werden soll dies in konkreten Pilotregionen – städtisch und ländlich. Der Anspruch ist klar: nicht nur besser kooperieren, sondern gemeinsam gesellschaftlich wirksam sein.

Evangelisches Engagement muss stärker als gemeinsames Handeln von Kirche und Diakonie sichtbar werden. Das bedeutet: gemeinsame öffentliche Positionierungen, koordinierte Aktionen im Sozialraum, klare Präsenz in gesellschaftlichen Debatten sowie konkrete, gemeinsam getragene Projekte für die Menschen vor Ort. Denn die sozialen Herausforderungen unserer Zeit – von Armut über Integration bis hin zum gesellschaftlichen Zusammenhalt – erfordern gebündelte Kräfte.

Die Zukunft von Kirche und Diakonie liegt in einer vertieften, gleichberechtigten und verbindlichen Partnerschaft – nicht als abstrakte Idee, sondern als konkretes gemeinsames Handeln im Sozialraum. Wenn es gelingt, diese Perspektive konsequent umzusetzen, kann evangelisches Engagement in Bayern deutlich an Sichtbarkeit und gesellschaftlicher Relevanz gewinnen.


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