Gesundheitskonferenz in München

Prävention gemeinsam gestalten

Gesundheitskonferenz des Gesundheitsbeirats der Landeshauptstadt München
Gesundheitskonferenz des Gesundheitsbeirats der Landeshauptstadt München

Gesundheitsförderung ist mehr als die Bekämpfung von Krankheiten. Gesundheitsförderung bedeutet auch, die Entstehung bestimmter, insbesondere chronischer Krankheiten zu verhindern – durch Prävention. In Zeiten überlasteter Strukturen in der Pflege und medizinischen Versorgung gewinnt das Thema Prävention immer mehr an Bedeutung. Deshalb wurde auf der diesjährigen Gesundheitskonferenz hier ein Schwerpunkt gesetzt. Schon die Grußworte der dritten Bürgermeisterin Verena Dietl und von Beatrix Zureck, Leiterin des Gesundheitsreferats, haben gezeigt: Das Thema Gesundheit ist vielfältig.

Es geht um einen lebenslangen Prozess, von einem gesunden Aufwachsen bis hin zur Vermeidung oder dem Hinauszögern von Pflegebedürftigkeit im Alter. Hierbei spielt nicht nur körperliche, sondern zunehmend auch mentale Gesundheit eine Rolle – vor allem in Zeiten multipler Krisen und eines hohen Medienkonsums. Es kommt darauf an, wie sich Menschen verhalten: Rauchen, ein erhöhter Alkoholkonsum, Sportmangel und Stress sind beispielsweise Risikofaktoren für Krankheiten. Es geht aber auch darum, wie wir die Lebenswelt der Menschen gestalten: Gibt es Freiflächen, die zu Sport und Erholung einladen? Gibt es kühle Orte an heißen Sommertagen? Wie ist ein Schulgelände gestaltet?

Die Möglichkeiten für Präventionsmaßnahmen sind ebenso vielfältig. Vorgestellt wurde beispielsweise das Projekt „Kreuz und Quer“, bei dem Kinder und Jugendliche eine Schnitzeljagd durch unterschiedliche Stadtteile machen können, und so spielerisch angeregt werden, sich zu bewegen. Oder das Projekt WALKI-MUC, bei dem Wissenschaftler*innen der TU München untersuchen, welche Orte Kinder und Jugendliche als bewegungsfreundlich empfinden und welche nicht. Diese Studie hat deutlich gemacht, dass Präventionsangebote immer von der Zielgruppe aus gedacht und, wenn möglich, partizipativ entwickelt werden müssen, um zielführend und nicht stigmatisierend zu sein. Das gilt insbesondere für schwer erreichbare Zielgruppen wie obdachlose Menschen oder Migrant*innen.


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